Die CDU-Ratsfraktion hat sich im Rahmen ihrer diesjährigen Klausurtagung unter anderem mit den städtischen Finanzen beschäftigt. Zu diesem Zweck ist Stadtkämmerin Livia Hantsche vergangenen Samstag in den Bonneberger Hof gekommen und hat den Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgern den Haushalt präsentiert.

„Die angedachten Investitionen entsprechen thematisch dem, was uns als Christdemokraten am Herzen liegt: Die Sanierung der Grundschule Herforder Straße,vor allem aber auch die Instandsetzung der Spielplätze befürworten wir absolut“, unterstreicht stellvertretender Fraktionsvorsitzender Klaus Wehr. Auch die weitere Umsetzung des Sportstättenkonzepts sei ein wichtiges Signal, vor allem mit Blick in den Ortsteil Exter und die hoffentlich baldige Umsetzung des Kunstrasenplatzes. „Unsere Vereine, die Freizeitmöglichkeiten schaffen und wichtige Jugendarbeit leisten, müssen unterstützt werden“, so Wehr. Die Modernisierung des Jahnstadions sehen die heimischen Christdemokraten allerdings als nachrangig an, da es andere Plätze gebe, die von aktiven Sportlern stärker frequentiert werden. Hier lautet das Credo, lieber einige sehr gute Stätten als viele mittelmäßige. Somit wird das große Investitionsvolumen in dem aktuell vorgelegten Haushalt durchaus kritisch gesehen: „Wir könnten eigentlich allen Investitionen mit Begeisterung zustimmen, sehen allerdings eine große Gefahr darin, dass die aktuell sehr hohe Gewerbesteuereinnahme als Grundlage für die weiteren Jahre zur Kalkulation genommen wurde, ebenso wie die in diesem Jahr fließende Schlüsselzuweisung des Landes und die einmalige 'Rückerstattung' des Kreises. Das ist uns eine zu unsichere Berechnungsgrundlage“, so Tenor in der CDU-Fraktion. Die CDU sieht die Gefahr darin, dass die optimistische Rechnung für die Folgejahre zu Steuererhöhungen führen könnte, falls die hoch angesetzten erwarteten Einnahmen nicht so sprudeln wie erhofft. Daher wäre eine Streckung der Investitionen und ein größeres Augenmaß, so wie es in den vergangenen Jahren gelebt wurde, wünschenswert. „Wir halten den Haushalt so wie er präsentiert wurde für wünschenswert, aber dennoch für zu optimistisch“, resümiert Wehr.

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