Auch Löhne profitiert vom Europäischen Binnenmarkt

Diskussionsrunde mit Birgit Ernst (CDU): Zusammenhalt ist wichtig

Was hat Löhne, was hat Ostwestfalen von der Europäischen Union? Vieles, sagt die CDU-Bezirkskandidatin für das Europäische Parlament, Birgit Ernst. Der Kreisverband der CDU hat am Dienstag zu einer Diskussionsrunde auf dem Hof der Familie Abke eingeladen.

»Europa vor Ort«: Unter diesem Motto hatte der Kreisverband Mitglieder und interessierte Bürger zu einer Diskussionsrunde in der Nachbarschaft eingeladen. Florian Dowe, Kreisverbandssprecher und Vorsitzender des Löhner Stadtverbands, begrüßte in der Runde den CDU-Bürgermeisterkandidaten Borzoo Afshar, den Kreisvorsitzenden Dr. Tim Ostermann und die Europa-Kandidatin Birgit Ernst aus Werther. Die übergeordnete Frage lautete: »Was kann Europa für Löhne tun?«. Die drei Politiker waren sich einig, dass Löhne und die gesamte Region mit Blick auf ihre Wirtschaftsstärke durch die Europäische Union, hierbei besonders durch die Währungsunion und den Binnenmarkt, Vorteile habe. »Wir sind sehr exportorientiert in OWL. Es gibt keine andere Region in Deutschland, die so von der EU profitiert, wie Ostwestfalen«, sagte Tim Ostermann. Auch hinsichtlich des digitalen Wandels der Wirtschaft könne man von einer europäischen Zusammenarbeit profitieren. Birgit Ernst betonte zudem, dass die Wirtschaft ein wichtiger Faktor im Kampf gegen stärker werden Nationalismus sei: »Wir erleben gerade mit dem Brexit, was uns da um die Ohren fliegen kann und wird.« Ein No-Deal-Brexit würde für Unternehmer in OWL heftige Verluste bedeuten. Die potenzielle Nachfolgerin von Langzeit-EU-Parlamentarier Elmar Brok verwies auch auf das grundlegende Prinzip der Europäischen Union: Den Frieden. Seit 70 Jahren gebe es diesen in Europa – das »große Ganze« gerate heute, besonders bei den Jüngeren, zunehmend in der Hintergrund: »Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo viele es für selbstverständlich halten.« Neben dem Wirtschaftsaspekt gebe es jedoch heute auch außenpolitisch »einiges, wogegen wir uns wappnen müssen«, sagte die 50-Jährige. Sie spielte damit auf den US-Präsidenten Trump an, der sich so sehr gegen Deutschland und gegen Europa stelle, wie es keiner zuvor getan habe. Man könne sich nicht mehr so auf die Zusammenarbeit mit den USA verlassen, wie man es bisher getan habe – ein Argument, den Europäischen Zusammenhalt zu stärken und sich auch innenpolitisch klar gegen Rechtspopulisten und Nationalisten zu stellen. Auf die Frage, was sie auf europapolitischer Ebene für Löhne und die Region tun könne, sagte Birgit Ernst, dass es sei wichtig, einen Ansprechpartner aus der Region zu haben, der die Anliegen in Brüssel vertreten kann. Themen seien diesbezüglich vor allem die Landwirtschaft und Hilfe für mittelständische Unternehmen in der Region, die vom Brexit betroffen sind. Davon, dass er kommen wird, ist Birgit Ernst überzeugt.

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