Besuch beim Mitteldeutschen Schaustellerverein mit Sitz in Herford

Die Corona-Pandemie bereitet vielen Branchen Probleme. Besonders betroffen sind allerdings die Schausteller, die in nicht wenigen Fällen Umsatzausfälle von bis zu 100 Prozent hinnehmen müssen.
 Foto (v. l. n. r.): Ralph Brinkhaus, Klaus Oehler, Michael Schäfer-Lohmeyer, Willi Parpalioni, Tim Ostermann und Raoul Krameyer. Foto (v. l. n. r.): Ralph Brinkhaus, Klaus Oehler, Michael Schäfer-Lohmeyer, Willi Parpalioni, Tim Ostermann und Raoul Krameyer.
Die Hilfen von Bund und Land passen für diese Branche nur bedingt, meint der Mitteldeutsche Schaustellerverein mit Sitz in Herford und nahm dies zum Anlass, über den CDU-Kreisvorsitzenden Tim Ostermann Kontakt zu Ralph Brinkhaus, dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, aufzunehmen. Dieser ermöglichte kurzfristig einen persönlichen Gesprächstermin, an dem des Weiteren auch Ostermann und der Herforder CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Oehler teilnahmen.

Der Schaustellerverein, der durch die Vorstandsmitglieder Willi Parpalioni, Raoul Krameyer und Michael Schäfer-Lohmeyer vertreten war, machte deutlich, dass es derzeit kaum Geschäft für sie und ihre Berufskollegen gäbe. Die sog. Pop-Up-Märkte seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Immerhin dürfe dort mittlerweile Alkohol ausgeschenkt werden, was die Schausteller insbesondere auf die Intervention der heimischen Christdemokraten bei CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen zurückführen. Dieser und die Landesregierung hätten sehr schnell gehandelt.

Umsatzbringer seien vor allem die großen Kirmes- und Festveranstaltungen, die vielfach noch immer nicht stattfinden würden. Dort, wo sie stattfänden, seien sie mit extremen Auflagen verbunden, die stellenweise dem Infektionsschutz nicht dienen und die Aussteller belasten würden. Ein weiteres Problem sei, dass die Voraussetzungen der Corona-Überbrückungshilfe für die Schausteller schwierig seien. Die Soforthilfe sei dagegen angekommen. Parpalioni, Krameyer und Schäfer-Lohmeyer kritisierten zudem, dass die an sich sinnvollen Erleichterungen bei der Grundsicherung, auf die viele Schausteller angewiesen seien, bei den örtlichen Jobcentern noch nicht bekannt seien.

Ralph Brinkhaus hörte sich die Sorgen und Nöte der Schausteller an und versprach, die Hinweise der Schausteller nach Berlin mitzunehmen. Der Bund habe viel Geld in die Hand genommen, um die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen. Aufgrund der Rahmenbedingungen sei dies für die gesamte Veranstaltungsbranche besonders schwierig. Der Bund und auch das Land NRW würden aber ihre Programm laufend anpassen. Daher seien die Hinweise der Schausteller sehr hilfreich.